Über TLHE

Zur Historie der Traditionellen Lehre der Hebammen- und Entbindungskunst

Das Fundament: Fakten statt Zeitgeist

Herausragende Ergebnisse in der Geburtshilfe basieren – damals wie heute – auf tradiertem Handwerk, gesicherten Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die TLHE grenzt sich dezidiert von modisch dominierten Lehrmeinungen ab. Moderne Ansätze erweisen sich oft als widersinnig oder lückenhaft und dienen häufig politischen oder gesellschaftlichen Funktionalisierungen. Unser Anspruch ist die Rückbesinnung auf eine in sich schlüssige, historisch gewachsene Lehre, die sich durch ihre praktische Wirksamkeit legitimiert.

Die Genese: Eine wissenschaftliche Spurensuche

Die systematische Erforschung der geburtshilflichen Wissensvermittlung im deutschsprachigen Raum begann 1980. Ziel war es, das Fundament zu identifizieren, auf dem die heutige Lehrmeinung und ihr Erfahrungswissen tatsächlich stehen.

Die Analysen offenbarten eine Fachliteratur, die über Jahrhunderte von Kämpfen um die Deutungshoheit am Geburtsbett geprägt war. Diese Erkenntnis führte zu einer jahrzehntelangen, intensiven Aufarbeitung der Primärquellen.

Stationen der Wissensvermittlung:

  • 1994–2004: Dekade der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung im europäischen Zentrum der Geburtshilfe, in Prag.

  • 2004: Initialisierung der Fachschulungen unter Förderung der Europäischen Union. Kooperationen mit der 1. Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität sowie der Geburtsklinik U Apolináře.

  • 2004–2012: Etablierung des Curriculums in Deutschland. Als Gründungsmitglied des Deutschen Fachverbandes für Hausgeburtshilfe e.V. (DFH) verantwortete ich acht Jahre lang die Vermittlung des speziell extrahierten Fachwissens.

  • Seit 2016: Konsequente Sicherung der Primärliteratur. In Zeiten der Archivauflösungen widmen wir uns als wissenschaftliches Team dem Erhalt und der Wissensvermittlung im Original.

Barbara Kosfeld

Sprach- und Gesundheitswissenschaftlerin | Hebamme

Barbara Kosfeld vereint philologische Präzision mit klinischer Expertise. Für die Gründung und Leitung des ersten Geburtshauses in Aachen wurde sie im Jahr 2000 mit dem Vision Unternehmerinnen Preis ausgezeichnet. Ihr Tätigkeitsfeld umfasste dort bereits die Leitung komplexer Geburten (Mehrlinge, Beckenendlagen) sowie die Ausbildung von Hebammen für internationale Hilfseinsätze.

  • Wissenschaftliche Aufarbeitung: Ihr geisteswissenschaftliches Studium ermöglicht die fundierte Dekodierung „alten“ Wissens für die moderne geburtshilfliche Praxis.

  • Lehrauftrag: Sie ist Begründerin und erste Lehrerin der TLHE in Europa.

  • Publizistik: Als Verlegerin des Fachmagazins LUCINA sichert sie den fachlichen Diskurs der Hebammen- und Entbindungskunst.

Heute wirkt Barbara Kosfeld als Dozentin, Gutachterin und Unternehmerin für die Vernetzung und den Erhalt dieses europäischen Wissenserbes.